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Gespenster
ab 23.12.2020

von Henrik Ibsen

Bild- und Textquelle: berliner-ensemble.de
Foto: © Matthias Horn

Grosses Haus
1 Std 30 Min
Keine Pause
Premiere 08. Okt 2020
#BEgespenster

"Ich glaube fast, wir alle sind Gespenster. Nicht nur das, was wir von Vater und Mutter geerbt haben, spukt in uns herum. Auch alle möglichen mausetoten Anschauungen, Meinungen, alter Aberglaube und so weiter. Es lebt nicht in uns, aber es steckt doch in uns, und wir werden es nicht los. Das ganze Land muss voll sein von Gespenstern!“ -Henrik Ibsen

Es herrscht gespenstische Einsamkeit inmitten der Familie Alving. Das gefährlichste Gespenst in Ibsens Gegen-Stück zu "Nora" ist die Lebenslüge der Helene Alving, die ihr familiäres Korsett – im Gegensatz zu Nora – zu lange trägt. Tragisch muss sie erkennen, dass ihre Anpassung an die gesellschaftliche Doppelmoral letztlich auf die Opferung ihres einzigen Kindes hinausläuft. Denn Osvald, der die Wahrheit hinter der bürgerlichen Fassade nicht kennt, kann sich von seinem familiären Erbe nicht befreien. Unheilbar erkrankt – gleich einem Wiedergänger seines toten Vaters – bittet er ausgerechnet seine Mutter darum, sein junges Leben zu beenden. Die Geister, die wir rufen, werden wir nicht los, denn sie hausen in unserem unverstandenen Inneren.

Mateja Koležnik hat ihr künstlerisches Konzept mit  ihrem Team aufgrund der gegenwärtigen Realität von "Social Distancing" verändert. Raimund Orfeo Voigt und Leonie Wolf haben dafür ein Raumlabyrinth entworfen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint und welches gleichzeitig spannungsvoll mit der größtmöglichen Distanz zwischen den Menschen spielt. Die Vereinsamung und die Undurchschaubarkeit der Gesamtdynamik für den Einzelnen verdichtet sich räumlich beklemmend. Kein Draußen in Sicht. Die Zuschauer*innen imaginieren die jeweiligen Begegnungen ähnlich wie beim Film per Schnitt und Gegenschnitt.

Die slowenische Theater- und Opern-Regisseurin Mateja Koležnik hat bereits vier Stücke von Ibsen inszeniert. Sie arbeitet regelmäßig in Wien, München, Frankfurt, Basel und Ljubljana. Koležnik gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen und inszenierte am Berliner Ensemble zuletzt die Deutsche Erstaufführung von Arne Lygres "Nichts von mir“.  

Event auf den Merkzettel

Tickets

Datum / Beginn Location Ort     Stamp
2020-12-23Mi 23.12.2020 19.30 Uhr Berliner Ensemble Großes Haus Berlin   Tickets ab 16,17 €
Tickets
Gespenster|2020-12-23|19:30:00
2020-12-25Fr 25.12.2020 19.30 Uhr Berliner Ensemble Großes Haus Berlin   Tickets ab 16,17 €
Tickets
Gespenster|2020-12-25|19:30:00
2020-12-26Sa 26.12.2020 18.00 Uhr Berliner Ensemble Großes Haus Berlin   Tickets ab 16,17 €
Tickets
Gespenster|2020-12-26|18:00:00

Die angegebenen Preise sind Kartenendpreise inkl. gesetzl. MwSt., inkl. Vorverkaufsgebühr, ggf. Bearbeitungsgebühr, bzw. Ticketsystemgebühr zzgl. Versandkosten.


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