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JOHN PRINE
ab 04.09.2019

VERLEGT IN DEN SENDESAAL DES RBB

Das Konzert von John Prine am 04. September 2019 in der Columbiahalle Berlin wird aus produktionstechnischen Gründen in den RBB Sendesaal Berlin verlegt. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Das bevorstehende und exklusive Deutschland-Konzert des legendären amerikanischen Singer-/Songwriters John Prine wird in den großen Sendesaal des Haus des Rundfunks verlegt. Diese Möglichkeit ergab sich für uns als örtlicher Veranstalter relativ kurzfristig, macht aber aus mehreren Gründen Sinn: Ein Konzertbesuch im Haus des Rundfunks ist immer auch eine Reise in die Berliner Geschichte und ein ästhetisches Beispiel für moderne Architektur in Berlin. Die charmante 30er-Jahre Ästhetik verfügt über eine ausgefeilte Technik und ist bekannt für seine herausragend gute Akustik. Er besitzt ein eigenes Fundament, so dass Schwingungen aus dem Gebäude nicht übertragen werden. Darüber hinaus ist der RBB Sendesaal schallisoliert, so dass Geräusche von Außen nicht ins Innere dringen – perfekte Voraussetzungen für ein intimes Konzerterlebnis.

Leider müssen wir mit der Verlegung auch auf feste Sitzplätze verzichten. Im RBB Sendesaal wird es ausschließlich freie Sitzplätze geben, dafür gewährleisten wir eine einwandfreie Sicht auf den Künstler: Die ersten beiden Sitzreihen sind ebenerdig, dann jeweils erhöht, so dass eine gute Sicht auch weiter hinten im Saal möglich ist. Im ersten Stock befinden sich rechts als auch links Sitzplätze, die im 90 Grad -Winkel angeordnet sind, auch hier beste Sichtverhältnisse. Wir hoffen hier auf euer Verständnis.

Durch die Verlegung wird es keine einschneidende Qualitätsverluste geben, vielmehr sind Ort und Akustik erweiternde Kriterien eines intimeren und authentischeren Auftritts des Künstlers und wird John Prine mehr als Gerecht. Wir freuen uns sehr darauf und entschuldigen uns für aufkommenden Ärger und Mehraufwand. Wenn ihr damit nicht konform seid, dürft ihr selbstverständlich eure bereits gekauften Tickets zurückgeben.

Lieben Gruß vom ListenBerlin-Team und bis zum 04. September.

 

+ Support IAN NOE

Bei einem seiner ersten Konzerte in New York schleicht sich 1971 ein Fan auf die Bühne und packt seine Mundharmonika aus. Nicht weiter bemerkenswert, wenn es sich dabei nicht um Bob Dylan handelte.

Kein schlechter Einstand für den kleinen Mann aus Chicago, der schon zuvor viel Lob und Wertschätzung von Kollegen erfahren hat. 1946 im Vorort Maywood geboren, wächst John Prine an einem viel befahrenen, vierspurigen Highway auf. Seine Eltern stammen aus Kentucky und sind auf der Suche nach Arbeit gen Norden gezogen.

Nach einem zweijährigen Wehrdienst in Deutschland beginnt er, seine Lieder bei Open Mic-Veranstaltungen in Chicago vorzutragen. Bald ist er so erfolgreich, dass er davon leben kann. 1970 verhilft ihm Kris Kristofferson zu einem Plattenvertrag bei Atlantic. "Der Typ ist so gut, dass man ihm die Daumen brechen müsste", lautet das Urteil des Country-Stars.

"John Prine" (1971) enthält einige der bekanntesten Stücke des Singer/Songwriters. "There's a hole in daddy's arm where all the money goes/Jesus Christ died for nothin' I suppose", besingt er in "Sam Stone" einen Vietnam-Veteran, der am Leben nach dem Krieg - und am Heroin - zugrunde geht. "If dreams were thunder/Lightning was desire/This old house woulda burnt down/A long time ago", bescheibt er in "Angel From Montgomery" eine gescheiterte Beziehung.

Ein kommerzieller Durchbruch gelingt Prine nicht wirklich, ebenso wenig mit seinen Folgealben. 1978 wechselt er zu Asylum, 1984 trifft er die damals noch unübliche Entscheidung, sein eigenes Label zu gründen. Seitdem erscheinen die meisten seiner Alben auf Oh Boy Records.

1998 erkrankt Prine an einem Krebs am Hals. Die Operation hinterlässt deutliche Spuren und betrifft auch seine Stimmbänder. Nach der Heilung begibt er sich, nun mit etwas rauerem Organ, jedoch wieder unbekümmert auf Tour.

2005 erhält er für sein Album "Fair & Square" den Grammy für das beste traditionelle Folk-Album. Es ist bereits sein zweiter, nach dem für "The Missing Years" (1991). 2016 erhält er zudem eine Auszeichnung des PEN New England, gemeinsam mit Tom Waits/Kathleen Brennan. Zu den Entscheidungsträgern zählen Paul Simon, Elvis Costello und Salman Rushdie.

2013 erkrankt Prine erneut an Krebs, diesmal an der Lunge. Wieder gelingt die Genesung, erneut begibt er sich ins Studio und auf die Bühne. 2016 erscheint mit "For Better, Or Worse" eine Sammlung mit Duetten, 2018 folgt ein Album mit neuem Material, "The Tree Of Forgiveness".
Nach wie vor genießt Prine unter Kollegen ein hohes Ansehen. Dylan lobt ihn in einem Interview 2009, das größte Kompliment macht ihm aber wahrscheinlich Roger Waters: "I don't really listen to Radiohead. I listened to the albums and they just didn't move me in the way, say, John Prine does. His is just extraordinarily eloquent music — and he lives on that plane with Neil Young and Lennon", erklärt der ehemalige Bassist und Sänger von Pink Floyd.

 

 

Event auf den Merkzettel

Tickets

Datum / Beginn Location Ort     Stamp
2019-09-04Mi 04.09.2019 20.00 Uhr Columbiahalle Berlin   Tickets ab 40,20 €
Tickets
JOHN+PRINE|2019-09-04|20:00:00
2019-09-04Mi 04.09.2019 20.30 Uhr Großer Sendesaal des RBB Berlin   Tickets ab 40,20 €
Tickets
JOHN+PRINE|2019-09-04|20:30:00

Die angegebenen Preise sind Kartenendpreise inkl. gesetzl. MwSt., inkl. Vorverkaufsgebühr, ggf. Bearbeitungsgebühr, bzw. Ticketsystemgebühr zzgl. Versandkosten.


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