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Corvus Corax
ab 16.12.2016

Mit ihrem vorhergehenden Werk „Sverker“ aus dem Jahr 2011 wagten sich die weltberühmten Könige der Spielleute erstmals auch auf altnordisches Territorium vor. Thematisch und klanglich erweckten die bekanntlich vielfach fähigen Mittelalter-Altmeister CORVUS CORAX dabei steinalte skandinavische Sagen, Legenden, Überlieferungen und Mythen zu neuem Leben. „Sverker“ geriet durch die gigantische Spielfreude der Musiker auch auf vielen Bühnen des Erdballs zum fulminant-spannenden Soundtrack für Wikingerkönige, Seefahrer, Krieger, Helden, Verlierer und allerlei gewichtige Götter! Das, was dabei für die weltweiten Fans und die sieben Spielmänner selbst sozusagen eine Art Premiere war, geriet erwartungsgemäß zu einem riesigen Erfolg. Davon entsprechend angestachelt und ermutigt, beschritten CORVUS CORAX den eingeschlagenen Pfad entschlossen weiter. Schließlich gibt es noch so unendlich viel aus diesen längst vergangenen Zeiten im alten hohen Norden zu verkünden. Aus Zeiten mithin, in denen das damalige Geschehen beinahe ausschließlich aus Triumphen und Tragödien zu bestehen schien… Doch nun ist es eindeutig an der Zeit, das Dunkle und Gefährliche endlich weit unter sich zu lassen, um ausgelassen und fröhlich gut gefüllte Hörner und Humpen auf das pure Leben an sich zu erheben! Während nämlich „Sverker“ eher die düstere und oftmals bedrohlich wirkende Seite des inhaltlichen Kontextes ausleuchtete, geht es nun ins wärmende Licht. So widmen sich CORVUS CORAX mit erneut überaus eingängigen Historienhymnen auf dem neuesten Album „GIMLIE“ dem gleichnamigen goldenen Zeitalter nach dem erschütternd fatalen Ragnarök. Nach dem Untergang der alten Götter zelebrieren CORVUS CORAX nun nicht nur sinnbildlich einen unverzagt beseelten Neuanfang. So sind die neuen Kompositionen der unverwüstlichen Vorreiter im typischen Stil des Septetts primär auch massiv von frohem Mut durchtränkt. Und so kommt „GIMLIE“ auch in gegenwärtiger unseliger Zeit eindeutig doch gerade passend, um sich vom neuen Liedgut sämtliche Sinne erhellend betören zu lassen. Flüssig eingebracht wurden verschiedene reizvolle Geschichten des nordischen Altertums. Neben dem nicht nur musikalisch vollauf Party-tauglichen Stück „Gimlie“ besingt Castus in einer ausgefeilten Lied-Trilogie auch „Derdriu“, die damalig schönste Frau der Welt, deren unüblich schneeweiße Zähne im wahrsten Sinne blendend wahren: „Der Schrei“, „Königinnen werden ihr neiden“ und schließlich „Derdriu“ künden spannend davon, was mächtige Herrscher, furchtlose Krieger und allerlei eifersüchtige Konkurrentinnen schon damals gefährlich um den Verstand brachte. Doch damit nicht genug, „GIMLIE“ bietet sogar noch eine zweite Trilogie, die sich dem epischen Heldengedicht „Beowulf“ widmet. Was dazu von Angelsachsen im sechsten Jahrhundert als Wikingergeschichte in altenglisch niedergeschrieben und schon mehrmals verfilmt wurde, das passt nun ganz hervorragend zum Kontext des neuen Albums. Das gleichnamige Stück „Grendel“ handelt vom schrecklichen Monster, welches die Menschen verheerend heimsucht und grausam 30 Leute umbringt. In „Béowulf is mín nama“ stellt sich der Held mitsamt 14 Kampfgefährten dem Dänenkönig Hrothgar beistehend vor, um das Monster mit bloßer Hand zu bezwingen – vom Gelingen dieses Abenteuers zeugt der dritte Teil „Sigeléasne sang“, das Klagelied des unterlegenen Grendel. Und kam bereits schon auf dem Albumvorgänger ein fatal reizvolles Fabelwesen aus dem Meer namens „Havfrue“ zu textlichen und musikalischen Ehren, so können die HörerInnen nun dabei sein, wenn es in „Unicornis“ um die sagenumwobenen, wunderschönen Pferde in den germanischen Wäldern geht. Der Text hierzu stammt spannenderweise aus Julius Cäsars Bericht über die gallischen Kriege „Commentarii de Bello Gallico“. Unter dem Banner des Kolkraben CORVUS CORAX aufzuspielen, das verpflichtet für die Berliner Spielleute auch gleichzeitig: So erschallt auf „GIMLIE“ das Lied „Crenaid Brain“ zum „Rabenfestmahl“, das den Schmaus der Raben nach einer blutigen Schlacht beschreibt, die sich ausgiebig am Fleisch der toten Krieger laben. Dass daraus letztlich ein schmissig-schlitzohrig daherkommender Party-Song für die schwarzen Raben-Scharen wurde, darf denjenigen Fans nur Recht sein, die bereits der nächsten Feier harren. Dass Wortmeister und Sprachforscher Castus für die neuen Liedertexte auch ausgedehnte Bildungsreisen unternahm, kommt den Lyriken in Sachen Authentizität, Historientreue und vor allem Seriosität vollauf zugute. Erstmals in ihrer Laufbahn spielten CORVUS CORAX sogar die Coverversion einer waschechten Schwermetall-Formation ein: „Twilight Of The Thunder God“, bekannt als Titeltrack vom 2008er Album der großen schwedischen Viking Death Metal-Pioniere AMON AMARTH! Und nicht nur inhaltlich, auch musikalisch passt dieses ebenfalls grandios gewordene Stück einfach perfekt zum erlesen feinen Rest von „Gimlie“. AMON AMARTH selber fanden für diese Interpretation lobende Worte:„This is definitely the most pagan version of the song and Thor’s smiling in Valhalla.“ CORVUS CORAX beweisen auch mit „Gimlie“ in ihrer nun schon bald ein ganzes Vierteljahrhundert (!) andauernden einzigartigen Historie, dass sie nach wie vor eines ganz gewiss sind: Unnachahmlich.

Event auf den Merkzettel

Tickets

Datum / Beginn Location Ort     Stamp
2016-12-16Fr 16.12.2016 19.00 Uhr Passionskirche Berlin   Tickets ab 29,90 €
Tickets
Corvus+Corax|2016-12-16|19:00:00
2016-12-17Sa 17.12.2016 19.00 Uhr Passionskirche Berlin   Tickets ab 29,90 €
Tickets
Corvus+Corax|2016-12-17|19:00:00

Die angegebenen Preise sind Kartenendpreise inkl. Vorverkaufsgebühr und ggf. Vorverkaufsgebührenausfallversicherung, bzw. Ticketsystemgebühr sowie inkl. gesetzl. MwSt. und zzgl. Versandkosten.


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